Praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA)

Staatlich anerkannte Erzieher/in

Angebot im Schuljahr 2021/22 

Diese Ausbildungsform ist besonders für Studierende geeignet, die in der herkömmlichen Ausbildung ihren Unterhalt nicht sichern können. Im Vergleich zur vollzeitschulischen Erzieherausbildung ist sie herausfordernder (Doppelbelastung: Schule + Arbeit in der Praxis; keine Schulferien, sondern Urlaubstage als Arbeitnehmer). 


Was ist "PIA" konkret?

PIA ist die Abkürzung für "Praxisintegrierte Ausbildung" zur Erzieherin/ zum Erzieher. Anders als in der  "klassischen" Ausbildung (zweijährige Fachschule und anschließendes Anerkennungsjahr) werden in dieser Ausbildungsform PIA das Berufspraktikum und die Praktika in unterschiedlichen Arbeitsfeldern in die  fachtheoretische Ausbildung integriert. Das bedeutet, dass die Studierenden innerhalb der drei Schuljahre zwei bis drei Tage in die Schule kommen und an den anderen Tagen in ihre Praxisstelle gehen.

Am Ende der Ausbildung ergibt die Summe des Unterrichts und der berufspraktischen Ausbildung aber dieselbe Endsumme wie in der klassischen Ausbildung. 

Das sollten Sie mögen…

Sie haben Freude an der Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern. Sie möchten Kinder in ihrem Entwicklungsprozess zielgerichtet unterstützen und die Fähigkeiten der Kinder planvoll ausbauen. 

Welche Voraussetzungen müssen Sie für diesen Beruf mitbringen?

  • Fachoberschulreife und eine zweijährige Berufsausbildung zum/r Kinderpfleger/in,  Sozialassistentin/Sozialassistentin, Heilerziehungshelfer/in
  • Fachhochschulreife mit der Fachrichtung Sozialpädagogik (zweijährigen Fachoberschule Sozial- und Gesundheitswesen)
  • Abitur und ein Praktikum über 240 Stunden (sechs Wochen in Vollzeit) in einer sozialpädagogischen Einrichtung, auch in Form  eines freiwilligen  sozialen Jahres, eines einschlägigen Ersatzdienstes, Zivildienstes (Kindergarten, Heimbereich, Offener Ganztag einer Grundschule)
  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem nicht sozialpädagogischen Beruf mit Fachoberschulreife und ein Praktikum über 900 Stunden (halbes Jahr in Vollzeit) in einer sozialpädagogischen Einrichtung, auch in Form  eines freiwilligen  sozialen Jahres, eines einschlägigen Ersatzdienstes, Zivildienstes (Kindergarten, Heimbereich, Offener Ganztag einer Grundschule)
  • Fachfremde Fachhochschulreife und ein Praktikum über 900 Stunden (halbes Jahr in Vollzeit) in einer sozialpädagogischen Einrichtung, auch in Form  eines freiwilligen  sozialen Jahres, eines einschlägigen Ersatzdienstes, Zivildienstes (Kindergarten, Heimbereich, Offener Ganztag einer Grundschule) 

Sie brauchen zu Beginn der Ausbildung ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis. 

Was erwartet Sie bei uns?


Das Berufskolleg Kohlstraße und die Stadt Wuppertal (Ausbildung in einer städtischen Kindertagesstätte) kooperieren zusammen.

Es ist aber ebenso möglich, entsprechende Ausbildungsverträge mit anderen Trägern zu schließen.


 Dauer und Organisation der Ausbildung

  1. Jahr (Unterstufe):
  • zwei Tage Praxis, drei Tage Vollzeitunterricht je Woche
  1. Jahr (Mittelstufe):
  • drei Tage Praxis, zwei Tage Vollzeitunterricht je Woche
  • sechswöchiges Blockpraktikum in einem zweiten sozialpädagogischen Arbeitsfeld
  1. Jahr (Oberstufe):
  • ca. 2.5 Tage Unterricht, 2,5 Tage Praxis je Woche

In den Praxiszeiten erfolgt der Einsatz in den jeweiligen Einrichtungen. Sie erhalten zudem Anleitung und Beratung durch die Schule. 

Unterrichtsinhalte

Die Unterrichtsinhalte richten sich nach den Lehrplänen/Richtlinien für Fachschulen des Sozialwesens (Fachrichtung Sozialpädagogik) und umfassen den fachrichtungsübergreifenden Bereich (Deutsch, Englisch, Politik, Naturwissenschaften) und den fachrichtungsbezogenen Bereich (mit sechs Lernfeldern, die von den beruflichen Handlungsfeldern und -anforderungen abgeleitet sind; Religion und den Wahlvertiefungsfächern hinsichtlich der Bildungsbereiche und Arbeitsfelder). 

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildung wird nach Tarif vergütet, es gilt der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TV-Prakt.) und auf Basis der mit Trägern sozialpädagogischer Einrichtungen geschlossenen Fachpraktikanten- bzw. Ausbildungsverträge; das Berufskolleg hat keinen Einfluss auf die Höhe der Vergütung): 

Anmeldeverfahren und Aufnahme der Studierenden

  • Ab November 2020 : Bewerbungsgespräch am Berufskolleg Kohlstraße in den Sprechstunden sowie am Informations- und Anmeldetag am 13.01.2021 um 18.00 Uhr. Die Fachschule entscheidet über eine mögliche Aufnahme der/des Studierenden in die Fachschule und bescheinigt die Aufnahmevoraussetzungen für das Bewerbungsgespräch beim Träger.
  • 11.11.2020 um 18.00 Uhr: Informationsabend am Berufskolleg Kohlstraße zur Praxisintegrierten Ausbildung und anschließende individuelle Beratung (bitte ggf. Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Praktikumsbescheinigung) mitbringen).
  • Ab November 2020: Bewerbungsgespräch bei der Stadt Wuppertal oder einem anderen Träger. Der Träger entscheidet über einen Ausbildungsvertrag. Nach Abschluss des Vertrages mit dem Träger entscheidet die Schule über eine Aufnahme in die praxisintegrierte Form der Erzieherausbildung an der Fachschule. Die Aufnahme ist nur möglich, wenn beide Vertragspartner ihre Zustimmung geben.
  • Der Vertrag mit einer Praxisstelle muss bis April 2021 vorliegen.
  • Ab Februar 2021 muss zusätzlich eine Online-Anmeldung erfolgen (Link auf der Homepage).
  • Wenn mehr Bewerber mit einem Ausbildungsvertrag als Schulplätze zur Verfügung stehen, entscheidet die Schule über die Aufnahme. 

Prüfungen

  • Das theoretische Fachschulexamen findet gleichzeitig mit den Fachschulexamen des Vollzeitbildungsganges etwa sechs Wochen vor den Sommerferien am Ende des dritten Ausbildungsjahres statt.
  • Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch das Kolloquium, welches im Vollzeitbildungsgang am Ende des Berufspraktikums steht, abgenommen.

Weitergehende Fragen beantwortet gerne:

Kontakt und Beratung

Anke Brandenburg

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Tel.: 0202/563 2651

 

Stand 23.06.2020

Sprechstunde: donnerstags 10.00 – 11.30 Uhr in A.E 13